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Frau sitzt am Wasser

Wegweiser

ein Selbst-Test zu Bindung & Regulation

Dieses Tool hilft dir, zu verstehen, wie dein Nervensystem auf vergangene Erfahrungen reagiert. Es geht dabei nicht um Diagnosen, sondern um das Sichtbarmachen deiner Überlebensstrategien.

Warum fühle ich mich so, obwohl "alles okay" ist?

Kennst du das?

Eigentlich ist in deinem Leben alles stabil, aber innerlich fühlst du dich oft wie unter Strom, erschöpft oder irgendwie "falsch".

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Viele von uns tragen Schutzmechanismen in sich, die wir in der Kindheit entwickelt haben, um Bindung sicherzustellen.

Diese Muster steuern uns heute noch - oft völlig unbewusst.

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Ich habe einen speziellen Selbst-Test entwickelt, der nicht nach großen Katastrophen fragt, sondern nach deinem Nervensystem.

Finde heraus, ob du im Überlebensmodus feststeckst und welcher "Schutztyp" du bist.

Starte deinen Test

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Teil 1. Die Scannen- & Schutz-Strategien (Nervensystem)

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1. Radar-Modus:

Wenn ich einen Raum betrete, scanne ich unbewusst sofort die Stimmung der Anwesenden, um mich sicher zu fühlen.

2. Die emotionale Insel:

In Momenten, in denen mir jemand emotional sehr nahe kommt, spüre ich einen plötzlichen Impuls, mich zurückzuziehen oder innerlich "abzuschalten".

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3. Körperliche Taubheit:

Es fällt mir schwer, Hunger, Durst oder Erschöpfung rechtzeitig wahrzunehmen; oft spüre ich meine Bedürfnisse erst, wenn es "zu spät" ist.

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4. Alarmbereitschaft:

Selbst wenn alles gut läuft, warte ich innerlich auf den Moment, in dem das nächste Problem auftaucht.

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Teil 2. Die Bindungsdynamik (Selbstwert & Kontakt)

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5. Leistung als Währung:

Ich habe das Gefühl, nur dann wertvoll oder liebenswert zu sein, wenn ich etwas leiste oder für andere nützlich bin.

6. Harmonie-Zwang (Fawning):

Ein Konflikt oder die potentielle Enttäuschung eines anderen fühlt sich für mich wie eine existenzielle Bedrohung an.

7. Die "Ich brauche niemanden"- Fassade:

Ich bin stolz darauf, alles allein zu schaffen, und empfinde es als Schwäche, um Hilfe zu bitten.

8. Emotionale Verantwortung:

Ich fühle mich oft verantwortlich für die Gefühle meiner Mitmenschen und versuche aktiv, deren Leid zu regulieren.

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Teil 3. Die Identität (Kernglaubenssätze)

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9. Das Gefühl von "Falschsein":

Tief in mir sitzt die Überzeugung, dass ich im Kern "defekt" bin oder anders funktioniere als der Rest der Welt.

10. Chronische Scham:

Ich schäme mich oft für meine bloße Existenz oder meine Bedürfnisse, selbst wenn es keinen objektiven Grund gibt.

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Heilung bedeutet nicht, dass der Schwindel verschwindet, während wir klettern. Heilung bedeutet zu lernen, dass die Leiter hält und wir nicht mehr alleine steigen.

Auswertung / Ergebnis

Schau Dir Deine Antworten noch einmal an:

Wo hast Du die höchsten Werte (4 oder 5) vergeben? Finden sich diese Häufungen in einem der folgenden Bereiche wieder?

(Wachsam) Der wachsame Blick im Unterholz

 

Hast Du bei den Fragen 1, 4 und 6 besonders hoch gepunktet?:

Zeigt Dein Nervensystem deutliche Zeichen von Hypervigilanz.

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Was bedeutet das genau?

Hypervigilanz ist ein Zustand erhöhter Wachsamkeit. Dein Nervensystem scannt Deine Umgebung permanent nach potenziellen Gefahren - oft ohne dass Dir das bewusst ist. In der Bindungstraumatherapie verstehen wir dies als eine hochintelligente Überlebensstrategie.: Wer früh gelernt hat, dass die Stimmung der Bezugspersonen unberechenbar oder bedrohlich sein kann, entwickelt ein extrem feines Radar für Untertöne, Mimik und Energien im Raum.

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Die Dynamik der Anpassung (Fawning):

Häufig geht diese Wachsamkeit mit dem sogenannten "Fawning" (Beschwichtigung) einher. Du versuchst, Sicherheit dadurch herzustellen, dass Du Konflikte antizipierst und verhinderst, bevor sie entstehen.

  • - Du bist der Harmonie-Manager

  • - Du spürst die Bedürfnisse anderer oft klarer, als Deine eigenen.

  • ein "Nein" oder eine Grenze fühlt sich für Dein System wie Lebensgefahr an

Die Folgen für Deinen Alltag:

Dieser Modus kostet enorm viel Kraft. Da Dein System im "Daueralarm" feststeckt, fällt es Dir schwer, wirklich tief zu entspannen - selbst wenn Du Urlaub hast oder allein bist. Dein Körper ist biochemisch auf Flucht oder Kampf vorbereitet, was zu chronischer Erschöpfung, Schlafstörungen oder innerer Unruhe führen kann.

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Der Weg in die Heilung:

Das Ziel im Coaching ist es nicht, diese Wachsamkeit zu löschen - denn sie ist ein Teil Deines Schutzes. Ich arbeite stattdessen an der Nachnährung Deiner Sicherheit.

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Dein Nervensystem erfährt dabei, dass die Gefahr von früher heute nicht mehr besteht. Durch gezielte Selbstregulation lernst Du, den Scan-Modus bewusst herunterzufahren und den Fokus wieder sicher in Deinem eigenen Körper zu verankern.

(Freeze) Die tiefe Wurzel / Die schützende Rinde

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Hast Du bei den Fragen 2, 3 und 7 besonders hoch gepunktet?:

Wenn Du hier hohe Wert hast, ist Dein primärer Schutzmechanismus die Distanzierung.

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  • Fachbegriff: Dissoziation & Freeze. Wenn eine Situation in der Kindheit zu bedrohlich oder überwältigend war und Du weder kämpfen noch fliehen konntest, hat das System sich abgeschaltet.

  • Die Dynamik: Du hast gelernt, emotional auf Distanz zu gehen, um nicht verletzt zu werden. Das fühlt sich oft wie eine innere Mauer an. Du bist extrem autark (Ich brauche niemanden). Aber diese Freiheit erkaufst Du Dir mit Einsamkeit.

  • Im Alltag: Du fühlst Dich oft wie abgeschnitten von Deinem Körper oder Deinen Gefühlen. In Konflikten verstummst Du eher (Freeze), als dass Du laut wirst.

  • Im Coaching arbeite ich mit Dir daran, die Kapazität Deines Nervensystems sanft zu erweitern, damit Nähe sich wieder sicher anfühlt und Du nicht mehr abschalten musst, um geschützt zu sein.

(Scham) Das zarte Blatt im Schatten

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Hast Du bei den Fragen 5, 8, 9 und 10 besonders hoch gepunktet?:

Dann deutet dies auf tiefe Wunden im Selbstbild hin, die oft durch mangelnde emotionale Spiegelung entstanden sind:

  • Fachbegriff: Toxische Scham. Im Gegensatz zu gesunder Scham (die Dir sagt "Ich habe etwas falsch gemacht", sagt toxische Scham: "Ich bin falsch"

  • Die Dynamik: Da Deine emotionalen Bedürfnisse früher oft ignoriert oder als Last empfunden wurden, hast Du den Schluss gezogen, dass Du selbst eine Last bist. Du definierst Deinen Wert fast ausschließlich über Leistung (Frage 5) oder das Retten anderer (Frage 8).

  • Im Alltag: Ein tiefes Gefühl von Unwürdigkeit begleitet Dich. Du entschuldigst Dich oft für Dinge, für die Du nichts kannst, und traust Dich kaum, Raum für Dich einzunehmen.

  • Wichtig im Coaching ist hier das Reparenting. Ich arbeite daran, dass Du Dir die Erlaubnis, zu existieren und Bedürfnisse zu haben, nicht mehr im Außen verdienen musst, sondern in Dir selbst findest.

Vielleicht merkst Du dass einige Deiner Antworten in mehrere Kategorien fallen. Das ist völlig normal. Unser Nervensystem ist komplex und nutzt oft kombinierte Strategien, um uns zu schützen.

Vom Verstehen ins Fühlen -  und in die Freiheit

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Vielleicht fühlst Du Dich gerade zum ersten Mal wirklich gesehen. Eventuell spürst Du aber auch eine Schwere, weil Du erkennst, wie viel Kraft, Dich Dein Überlebensmodus bisher gekostet hat.

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Beachte bitte: Diese Muster sind nicht Dein Schicksal. Sie waren einmal Dein klügster Schutz - aber heute dürfen wir sie gemeinsam und in Deinem Tempo sicher lösen. In meinem Coaching arbeiten wir nicht nur mit dem Verstand, sondern direkt mit Deinem Nervensystem, um echte Sicherheit von innen heraus nachzunähren.

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Lass uns in einem kostenfreien, unverbindlichen Erstgespräch schauen, wo Du gerade stehst und wie ich Dich auf Deinem Weg zurück zu Deiner authentischen Kraft und lebendigen Bindungen begleiten kann.

Du musst diesen Weg nicht alleine gehen.

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